February 2012
3 posts
Amy&Pink und ich
Ich habe was für Amy&Pink geschrieben. Es wurde nicht veröffentlicht. Aber fangen wir mal von vorne an. Vor fast einem Monat erreichte mich folgende Mail.
Ein bisschen eklig, aber so ist Amy&Pink eben. Konsultierte Freunde sagten, tu es nicht, das ist fast so schäbig wie die Werbeaktion der Bildzeitung. Okay, die Masche ist die gleiche, die kann nicht glamourös sein. Allerdings halte...
Das, was einen zu viel nachdenken und hoffen und vergebenen Chancen nachtrauern lässt, das sind nicht die Dinge, die hätten sein können. Hätten wir doch damals das und das gemacht. Anders reagiert, weniger gesagt, mehr gewusst. Nein, das wirklich Schlimme, was an einem zerrt, das ist das Morgen, das vielleicht nie zustande kommt. Weil wir jetzt gerade etwas falsch machen, vielleicht. Die...
January 2012
7 posts
I would date you so hard, then marry the shit out...
via
Partnerwahl heutzutage ist so schwierig. Da hat sich das Gehirn über die ganzen Jahre Evolution hinweg genau überlegt, welches Taille-Hüfte-Verhältnis es am besten findet, wie tief eine Männerstimme sein muss, damit wohl die richtige Menge an Hormonen durch den Körper schwappt und so weiter und so fort. Und dann kommt die Neuzeit, dieser ganze moderne Kram wie Strom und fließendes Wasser...
Ein Fragment
Hätten die augen schließen und glücklich einkaufen. und generelle orientierungslosigkeit.
Pappsatt und tee siehe auch: AAAAAAAAAAAAAAAARGH. in ein bisschen schwer wird. : am leben. doppelt.
Mal wieder vorgeworfen wird: nichts persönliches. und wenn nicht!
Ich die habe wohl einen beruf, den späten 80ern hängengeblieben schreiben.
So, nur anspannung. aber schon mal jemand untersuchen....
Vielleicht ist das Schlimmste, dass nie was Schlimmes passiert. Dass außer Katastrophen nur Leere da ist in den Tagen und Monaten, die vorm Fenster vorbeiwischen. Dann haben wir eben ein anderes Jahr, na und. Ich bin immer noch nicht so wie ich sein will und ich weiß immer noch nicht, wie ich dann überhaupt wäre, ich warte immer noch auf so viel, das ich gar nicht tun will, und irgendwie hoffe...
Und im neuen Jahr
Einfach mal alles anders machen. Jemanden anrufen und genervt “Ja, was ist denn?” in den Hörer brüllen. Eine Beerdigung zu einer Party machen, weil es großartig war, dass diese Person gelebt hat, man sie kennenlernen durfte und so viel Spaß mit ihr hatte. Also, falls das tatsächlich so war. Statt Smalltalk die ehemaligen Mitschülerinnen mal fragen, ob sie sich immer noch von dummen...
December 2011
6 posts
2011
Viel Angst gehabt. Viel gezittert. Viel nervös gewesen. Und noch nie so erleichtert, glücklich und stolz. 2 Bewerbungen geschrieben. 2 Praktikums- und 2 Arbeitsverträge unterschrieben. 1 Klausur beim 3. Mal bestanden. Mit mir selbst ausgemacht, dass ich das nie wieder will. Das war das für den Lebenslauf. Was davon jetzt noch wichtig ist, war für Kopf und Herz. 3 mal in Hamburg gewesen, 3 mal in...
-
Das sind diese Nächte, in denen man ohne Grund bescheuert viel Koffein in sich hineinkippt und bescheuert lange wachbleibt. Weil man nicht schlafen will, keine Ruhe will, das hat man sich nicht verdient. Das sind diese Nächte, in denen man nur rumsitzt, nichts auf die Reihe bekommt und die Frustration über die allgemeine Lethargie und die ganzen Zwänge im Leben zu unangenehmer innerer Unruhe wird....
Wenn man sich dauernd nur wünscht, dass die Hektik aufhört und die Aufgaben und der Stress. Und wenn sie es dann tun, wünscht man sie sich zurück, damit man nicht denken muss. Nicht denken kann. In diese Stille platzen Gedanken einfach so hinein, unbewältige innere Kleinkatastrophen von vor Monaten, die man nie richtig sortiert hat. Auch und vor allem Beziehungen, und Pläne, Sicherheiten,...
Irgendwann ist “Wenn ich mal groß bin” jetzt. Dabei ist man doch noch so klein, man wollte bis dahin doch noch so viel wachsen, man wollte so viel tun, erleben, sein. Man wollte so viel ausprobieren und wagen, bis die Angst einfach verschwunden wäre. Von allein, weil man diesen Schutzmechanismus nicht mehr braucht. Bis man ohne Stützräder durch diese Welt fahren kann, sich wirklich...
Und dann läuft man an einem verregneten Samstagnachmittag über den Campus. Ohne Schirm, der Kaffeebecher ist leer, die Straßenbahn voll und zu warm, es stinkt, man ist müde. Dann kommt man ins Büro, schließt auf (der Pförtner hat Wochenende), läuft den langen, ausgestorben wirkenden Flur lang, schließt noch eine Tür auf, macht das Licht an, schließt die Tür, setzt sich. Fängt an zu arbeiten....
November 2011
12 posts
Vielleicht bin ich deshalb ja als schlechter Mensch zu betrachten, aber ich finde es überhaupt nicht verwerflich, andere in Schubladen zu stecken. Ich habe da nicht mal ein besonders differenziertes System, das das Ganze vielleicht noch rechtfertigen würde. Nein. Und lange nachdenken kann ich auch nicht, dafür habe ich ja die Schubladen. Du gehörst zu denen, die in Ballerinas so schreckliche...
Das Schlimme ist ja: Für irgendwen sind wir immer...
Jemand von denen, die nicht leise telefonieren können. Jemand von denen, die immer völlig grundlos zu lange aufbleiben und dann morgens ein zerknitterter Zombie sind, der sich an seinem Kaffeebecher festhalten muss, um nicht schnarchend umzufallen. Jemand von denen, die entweder zu schüchtern oder viel zu laut sind. Jemand von denen, die keine Frisur haben, wenn sie sich dafür nicht ganz heftig...
Typology of people who suck - heute:...
Zu viel Arbeit, zu wenig Geld, dafür umso blödere Aufgaben und oft genug die generelle Auffassung anderer, man sei nur als Kaffeevollautomat auf 2 Beinen angestellt. Bis man dann gefragt wird: Warum macht man das eigentlich alles? Und gar nicht weiß, was man antworten soll. Vor sich selbst hat man sich wahrscheinlich noch nicht so viele Gedanken gemacht, wie man das rechtfertigt. Man macht es...
October 2011
2 posts
Liebe Menschen/Stalker/Creeps,
das hier ist das Internet und nicht das echte Leben. Alles hier und auf Twitter ist mindestens zur Hälfte ausgedacht, überhöht, verzerrt, verfremdet, übertrieben, gelogen, herbeifantasiert oder einfach nur eine Beleidigung, weil es gerade Spaß macht oder weil man sonst nichts zu tun hat, das mehr Spaß macht. Das Verhältnis von dem hier zur Realität sieht in etwa so aus wie das eurer...
September 2011
1 post
August 2011
3 posts
Quintessenz eines Abends
Dein Haus, dein Auto, dein Verlobter. Meine Pfandflaschensammlung, mein Semesterticket, meine 2 Wochen alte Fernbeziehung. Deine Langeweile, deine Sicherheit. Meine Orientierungslosigkeit, mein Hunger. Du hast alles in der Hand, ich nicht mal einen Plan im Kopf. Trotzdem keine Frage, was ich besser finde. Und immer am gleichen Ort bleiben kann ich auch noch, wenn ich tot bin. In einer Umgebung, in...
Eine der größten Ängste des modernen, kultiviert und “zivilisiert” lebenden Menschen muss es wohl sein, sein Gleichgewicht und die Kontrolle über sich zu verlieren. Dass ihm alles scheißegal wird. Dass er komplett verwahrlost und es entweder nicht merkt oder auch noch gut findet. Weil das Ordentliche und Passende die Norm ist und weil das Gegenteil einträte, täte jeder jeden Tag das,...
July 2011
11 posts
I have to admit, though, that I knew I wasn’t mad. It was a different...
– Susanna Kaysen - Girl, Interrupted
“Bei den ganzen Unsicherheiten im Leben ist es doch schön, etwas zu haben, das immer Bestand hat. Und wenn es nur ein konstanter Mangel an Frisur ist.”
Es wäre ja alles soviel einfacher, wenn der Mensch nichts wollen würde. Keine Ziele hätte, keine Träume und Wünsche und Ängste. Wenn ihm alles egal wäre, er weder hoffen noch fürchten würde.
Aber der Mensch will immer kämpfen, immer tun, immer irgendwas hinterherrennen, sich festbeißen und nicht mehr loslassen. Es will für etwas stehen, etwas haben, etwas sein, etwas machen.
Und dann gibt es...
Gedanke zwischen dem 2. und 3. Glas Wein:
Eigentlich ist es ganz schön, dieses langsame, fahrige Ohnmachtsgefühl, wenn man zu viel getrunken hat oder gerade dabei ist. Man schaut sich selbst dabei zu, was für einen Mist man denkt oder redet (nicht tut, alleine sein bietet weniger Potenzial für schlimme Dinge). Nur ist es zunehmend so, dass dieser Blick von außen, weil die innere Kontrolle...
“Heute stand ich im Rewe vorm Fleischregal und habe dich vermisst.”
Man könnte fragen, erinnerst du dich nicht mehr an letztes Jahr? Jedenfalls an diesen einen Tag, weißt du das gar nicht mehr? Was du gefühlt hast, stellst du das jetzt in Frage, obwohl wir uns so sicher waren und alles, was daraus folgte, so klar und deutlich vor uns lag? Weil es einfach nichts Selbstverständlicheres gab?
Und man könnte sagen, nein. Das tue ich nicht. Aber das bin auch gar nicht...
June 2011
22 posts
Taking long walks in perfect silence / Joined together in useless harmony
– Maxïmo Park - Calm