Wenn man sich dauernd nur wünscht, dass die Hektik aufhört und die Aufgaben und der Stress. Und wenn sie es dann tun, wünscht man sie sich zurück, damit man nicht denken muss. Nicht denken kann. In diese Stille platzen Gedanken einfach so hinein, unbewältige innere Kleinkatastrophen von vor Monaten, die man nie richtig sortiert hat. Auch und vor allem Beziehungen, und Pläne, Sicherheiten, Hoffnungen und bescheuerte Phantasien. Die aber so gut taten. Weil so viel nur noch auseinanderfällt, durch die Gegend purzelt, scheppernd zu Bruch geht, während sich andernorts Neues zusammenfügt. Aber wer findet die einzelne unbeschädigte Vase in einem verlassenen Museum voller Schutt, und wer stellt sich davor und schaut sie an und findet sie schön? Und warum sollte man nach ihr suchen? Überhaupt, für wen macht man das eigentlich alles? Wie kann man ständig so ein Chaos zusammenhalten, wenn man nicht mal weiß für was und für wen und was davon morgen noch da ist? Und sich selbst genügen konnte man ja noch nie, auch wenn man das Alleinsein wirklich ausdauernd geübt hat.