Gerade über die eigene unerschütterliche Hoffnung gewundert, dass alles irgendwann gut wird. Überlegt, ob das Optimismus ist oder einfach nur ein Sonnenstich. Dann vom Pförtner im Gebäude eingeschlossen worden.
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"Weißt du, es ist ja so: Wir wollen immer alle alles schaffen und können und tun und Ziele erreichen, bis wir uns mit dem auseinandersetzen müssen, was danach kommt. Oder selbst bestimmen müssen, was das eigentlich ist. Und wir sind alle so schlecht darin, das selber aufzubauen. Dabei ist das die Freiheit, die wir uns die ganze Zeit wünschen. Und dann kommen wir damit nicht klar, weil Freiheit eben auch bedeutet, mal auf die Fresse zu fallen. Scheiße, was unsere Eltern in unserem Alter schon für ein Leben hatten. Ich will nicht sagen, dass das irgendwie besser oder schlechter war, aber im Vergleich dazu fühle ich mich, als hätte ich eben gerade erst die Grundschule verlassen. Nur trauriger und mit mehr Angst."
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Wieder doppelt so viele Stunden im Büro verbracht wie mir bezahlt werden. In zwei Wochen geht der zweite Job wieder los. Letztes Jahr um diese Zeit lag ich tagelang im Bett, weil ebendiese zwei Jobs und das Studium und das allgemeine Unglück der Welt einfach zu viel waren, um dafür aufstehen zu wollen oder zu können. Heute geht es mir nicht besser, aber ich denke nicht, dass ich Urlaub brauche. Mehr Schlaf auch nicht und freie Tage machen mir Angst, weil ich nicht weiß wohin mit mir. - Besser oder schlechter? Funktionaler.
Traue mich trotzdem immer noch nicht, die Fragebögen selbst auszufüllen, die meine Patienten dauernd bekommen.

Gerade über die eigene unerschütterliche Hoffnung gewundert, dass alles irgendwann gut wird. Überlegt, ob das Optimismus ist oder einfach nur ein Sonnenstich. Dann vom Pförtner im Gebäude eingeschlossen worden.

"Weißt du, es ist ja so: Wir wollen immer alle alles schaffen und können und tun und Ziele erreichen, bis wir uns mit dem auseinandersetzen müssen, was danach kommt. Oder selbst bestimmen müssen, was das eigentlich ist. Und wir sind alle so schlecht darin, das selber aufzubauen. Dabei ist das die Freiheit, die wir uns die ganze Zeit wünschen. Und dann kommen wir damit nicht klar, weil Freiheit eben auch bedeutet, mal auf die Fresse zu fallen. Scheiße, was unsere Eltern in unserem Alter schon für ein Leben hatten. Ich will nicht sagen, dass das irgendwie besser oder schlechter war, aber im Vergleich dazu fühle ich mich, als hätte ich eben gerade erst die Grundschule verlassen. Nur trauriger und mit mehr Angst."

Wieder doppelt so viele Stunden im Büro verbracht wie mir bezahlt werden. In zwei Wochen geht der zweite Job wieder los. Letztes Jahr um diese Zeit lag ich tagelang im Bett, weil ebendiese zwei Jobs und das Studium und das allgemeine Unglück der Welt einfach zu viel waren, um dafür aufstehen zu wollen oder zu können. Heute geht es mir nicht besser, aber ich denke nicht, dass ich Urlaub brauche. Mehr Schlaf auch nicht und freie Tage machen mir Angst, weil ich nicht weiß wohin mit mir. - Besser oder schlechter? Funktionaler.

Traue mich trotzdem immer noch nicht, die Fragebögen selbst auszufüllen, die meine Patienten dauernd bekommen.