Für mehr Monate, die sich in 2 Bildern zusammenfassen lassen. Auch wenn man in diesen um geschätzte 2 Jahre altert.

Es ist wohl gut, es gibt auf jeden Fall Sicherheit, in dem Koordinatensystem zu bleiben, in dem man sich die letzten Jahre zu orientieren gelernt hat, aber um zu wissen wo man ist, muss man sich auch mal drehen, sich umschauen, den Blick heben und größere Schritte in andere Richtungen als bisher machen. Die Welt außerhalb dieser Fixpunkte erscheint manchmal wüst und leer und es fehlt was zum dran Festhalten, aber im Zweifel hat man dafür sich selbst, seine Sorgen und Ängste und Hoffnungen und Träume, und die eigenen Schlussstriche als Wegweiser und gleichzeitig als Versicherung, dass sich in irgendeiner Weise etwas verändert. Dass man sich bewegt, dass man heute woanders ist als gestern und dass sich schon allein dafür vieles gelohnt hat, selbst wenn nicht jeder Plan funktioniert hat und man nicht immer nur glücklich war. Und durch den Nebel zu stolpern wird weniger schlimm, je öfter man es tut, weil man weiß, dass es vorbeigeht. Oder dass man das nächste Mal zumindest weniger Angst hat und auch nicht ganz so hart auf die Nase fällt.

Manchmal hat man das Verlangen auf Repeat zu drücken, man vermisst Momente oder Personen oder Gefühle, aber das hier ist anders. Reife und Gelassenheit sind immer noch keine Wörter, die man selbstbewusst benutzen kann, aber man merkt doch, wie man wächst. Und dass man langsam mal groß genug ist, um nicht nur in Vergangenem zu schwelgen, sondern noch mehr zu wollen und sich auch zu trauen, danach zu greifen.