image

Nur die Liebe und das Wetter hören nimmer, nimmer auf.

Und die Melancholie, um diese Jahreszeit zumindest. Und der blinde Aktionismus. Und wenn man gerade zu faul und zu müde ist sein Leben aufzuräumen, räumt man seine Festplatte auf. Einziges Bedauern beim Löschen all der Bilder und Chatverläufe: Nach 4 Jahren wäre ich mal in der Lage, ihm gegenüber zuzugeben, dass ich ihn wirklich mochte. Nicht mehr mag, mittlerweile, dafür war zwischendrin und danach zu viel und es passte in die Zeit und zu denen, die wir damals waren. Zu heute nicht mehr. Und auch nicht zu mir. (Ihn kenne ich nicht mehr.) Und obwohl das hier zu Hause ist, tut es nicht mehr weh.

Es ist so lange her, ich wünsche mir mittlerweile nicht mal mehr ein anderes Ende. Es ist so lange her, da waren sogar noch Bilder von uns beiden auf Myspace. Und Pinnwandeinträge. Es ist so lange her, dass ich die Musik mittlerweile wieder hören kann. Und es nicht nur aushalte, sondern es mir nichts mehr ausmacht. Es ist so lange her, dass ich es nicht mal mehr verklären muss, weil ich mir jede Hoffnung einzeln zog, ziehen musste, denn er ließ sie alle da. Und heute verschwand sogar der Phantomschmerz.

Measure me in metered lines
And one decisive stare
The time it takes to get from here to there
My ribs that show through t-shirts
And these shoes I got for free
I’m unconsoled
I’m lonely
I am so much better than I used to be
Terrified of telephones
And shopping malls and knives
Drowning in the pools of other lives
Rely a bit too heavily
On alcohol and irony
Get clobbered on by courtesy
In love with love and lousy poetry
And I’m leaning on this broken fence
Between past and present tense
And I’m losing all those stupid games
That I swore I’d never play
But it almost feels okay

(The Weakerthans - Aside)